Besuch bei der Lüdenscheider Tafel e.V.

Am 7. April trafen sich Mitglieder der AG bei der Lüdenscheider Tafel an der Altenaer Str. 23 in Lüdenscheid. Bei unserem Rundgang durch die Räume der Lüdenscheider Tafel erfuhren wir, dass diese bereits seit 28 Jahren existiert und z.Zt. einen Mitarbeiterstamm von ca. 100 Personen rein ehrenamtlich beschäftigt, die an Ausgabetagen in der Woche einen großen Kreis Bezugsberechtigter von insgesamt ca.1000 Menschen aus Lüdenscheid mit Lebensmitteln versorgt, Tendenz zunehmend. Bezugsberechtigt ist der Kreis der Bürgergeldempfänger und Sozialhilfeberechtigten. Auch Rentner mit einem geringen Einkommen können dazugehören. Jeder Warenempfänger trägt mit einer Gebühr je nach Größe der Familie von EUR 3 bis 5 zu den hohen fixen Kosten (Raummiete, Kfz-Kosten, Energie usw.) bei.

Die Sammlung der Lebensmittel erfolgt mit drei eigenen Kleintransportern, die jeweils über eine eigene Kühlung verfügen. Die Kühlkette wird in den Räumen der Tafel in einem eigenen Kühlraum fortgeführt.

Die örtlichen Tafeln sind auch auf Land – und Bundesebene organisiert und unterstützen sich bei der Beschaffung von Investitionen. Lokal gibt es den Austausch u.a. mit dem AJZ (Caritas) und dem OFK (Obdachlosenfreundeskreis).

Wir erhielten bei unserem Aufenthalt auch einen genauen Einblick in die organisatorischen Verfahrensabläufe, die uns den intensiven Arbeitseinsatz der vielen ehrenamtlichen Kräfte vermittelte.

Trotz wachsendem Reichtum in unserem Land ist die Notwendigkeit und Bedeutung dieser Einrichtung weiter gestiegen, was auch auf die besonders weiter gewachsene Ungleichheit in der Einkommensentwicklung zurückzuführen ist. Diese Entwicklung umzukehren, muss das Ziel sozialdemokratischer Politik in den nächsten Jahren sein.

Wilfried Lambertz (April 2026 – Co-Vorsitzender)

                                                        

(Bildnachweis: Bernd Kaiser)